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Vorteile von Nordic Walking für die Gesundheit

 

Warum ist Nordic Walking gut für Sie?

Nordic Walking ist eine Trendsportart, die sich über die letzten Jahre immer mehr als Gesundheitssport etabliert hat. Von vielen Personen zu Unrecht als Seniorensport abgestempelt, liefert es eine gute Möglichkeit, sich auch in jungem Alter fit und aktiv zu halten.

Die historische Entwicklung, dass Nordic Walking nämlich ursprünglich als Sommerausgleich für Langlaufen entwickelt worden ist, unterstreicht die hohe Intensität bei einer korrekt ausgeführten Technik. Durch eine regelmäßige Durchführung ergeben sich vielfältige positive Anpassungen im ganzen Organismus.

 

Gelenke

Gerade für die Gelenke der unteren Extremität ist Nordic Walking der ideale Gesundheitssport. Durch den regelmäßigen, aber nicht allzu starken Druck bei jedem Schritt wird der Knorpel ernährt und zu Wachstum und Regeneration angeregt. Dies kann einen entscheidenden Einfluss darauf haben, ob im fortgeschrittenen Alter eine Gelenkarthrose entsteht oder nicht.

Bei Personen mit erhöhtem Körpergewicht ist es eine risikoarme und gelenkschonende Möglichkeit, um den Kalorienbedarf anzukurbeln und gleichzeitig etwas für die Gesundheit zu tun. Vor der erstmaligen Ausführung sollte bei Übergewicht die Sporttauglichkeit von einem Arzt überprüft werden, damit mögliche Vorschädigungen nicht verschlimmert werden.

 

Muskulatur

Bei einer guten Technik liefert Nordic Walking optimale Anpassungsreize für die Muskulatur. Dabei wird sowohl die komplette untere Extremität als auch der Schultergürtel beansprucht. Die Sportart kann deshalb als Ganzkörpertraining bezeichnet werden. Die erzielten Anpassungen sind in erster Linie in einem optimierten Stoffwechsel wiederzufinden. Die Muskulatur wird dazu angeregt, neue Blutgefäße zu bilden und den Stoffaustausch zwischen Blutbahn und Muskelzelle effizienter zu gestalten. Dadurch ergibt sich auch für den Alltag eine Steigerung der Leistungsfähigkeit.

Zusätzlich kann durch Nordic Walking auch ein Muskelzuwachs erzielt werden. Dieser führt zu einer stabileren Gelenkführung in verschiedensten Bewegungen, weswegen das Verletzungsrisiko sinkt. Gerade im fortgeschrittenen Alter kann dieser Aspekt sehr wichtig sein, um Alltagsanforderungen dauerhaft ohne Einschränkungen zu bewältigen. Außerdem sinkt das Risiko für Osteoporose, da auch die Knochen zur Bildung einer dichteren Struktur angeregt werden. Ein weiterer positiver Effekt ergibt sich durch das Training der tiefliegenden Rückenmuskulatur. Diese ist sehr wichtig für die Haltung. In vielen Bevölkerungsschichten ist sie jedoch durch den bewegungsarmen Alltag zurückgebildet und nur geringfügig leistungsfähig, was Rückenschmerzen begünstigt.

Rückenschmerzen stellen die Medizin aktuell vor große Probleme, da eine eindeutige Diagnostik der Beschwerden nur selten möglich ist. Eine gut ausgeprägte Rückenmuskulatur senkt das Risiko für die Entstehung von Rückenschmerzen deutlich. Auch bei bereits vorliegenden Rückenschmerzen kann ein professionell angeleitetes und strukturiertes Programm die Beschwerden deutlich lindern.

 

Herz-Kreislauf-System

Nordic Walking fordert Körper und das Herz dazu auf, mehr Leistung zu bringen. Nach einer Einheit fällt die Leistungsfähigkeit erstmal ab und der Körper versucht sich zu regenerieren, um auf das alte Ausgangsniveau bzw. darüber hinaus zu kommen. Diesen Anpassungsvorgang, auch Superkompensation genannt, stellt einen ersten Trainingseffekt von Nordic Walking dar. Dieser Trainingseffekt ist langfristig deutlich an einem niedrigeren Ruhepuls aufgrund eines kräftigeren Herzens erkennbar.

Ebenso erhöht sich das Schlagvolumen des Herzens, also das Blutvolumen, das das Herz pro Schlag in den Blutkreislauf pumpt. Dadurch kann schlussendlich mehr Blut in kürzerer Zeit in den Kreislauf abgegeben werden. Auf lange Sicht gesehen erspart das dem Herzen enorm viel Arbeit.

 

Lunge

Nordic Walking trainiert die Fähigkeit Ihrer Lunge, mehr Luft und somit mehr Sauerstoff pro Atemzug aufzunehmen sowie mehr Luft und somit mehr Kohlendioxid wieder auszuatmen. Dadurch erhöht sich auch Ihre körperliche Leistungsfähigkeit, die von einer optimalen Versorgung mit Sauerstoff abhängig ist.

 

Psyche

Nordic Walking kann einen guten Ausgleich zu den psychischen Anforderungen im privaten und beruflichen Alltag darstellen. Ausdauertraining sorgt für einen natürlichen Abbau der Stresshormone. Nach einer Einheit fühlt man sich in der Regel deutlich entspannter und ausgeglichener. Dieser Effekt lässt sich sowohl kurz- als auch langfristig beobachten.

Auch auf die geistige Leistungsfähigkeit hat regelmäßiges Nordic-Walking-Training einen positiven Einfluss. Zahlreiche Untersuchungen bestätigen einen positiven Zusammenhang mit verbesserter Konzentrations- und Erinnerungsfähigkeit sowie optimierter Denkvorgänge und Entscheidungsprozesse.

 

 

Wie sieht eine korrekte Technik aus?

Da es sich bei der Technik um einen komplexen Ablauf handelt, der koordinativ nicht unterschätzt werden sollte und von dem korrekten Ausführen einzelner Teilbewegungen abhängig ist, wird die richtige Technik in mehrere kleine Schritte untergliedert. Diese sollten chronologisch abgearbeitet und einstudiert werden.

  1. Die absolute Grundlage ist ein dynamisches Gangbild. Das heißt konkret: Der Schritt ist automatisch etwas schneller und länger als normal. Dies sollte zu Beginn eines jeden Trainings für kurze Zeit erst einmal ohne Stockeinsatz eingeübt werden, damit man in seinen persönlichen Rhythmus kommt. 
  2. Als Nächstes wird sich um die korrekte Einbindung des Stockeinsatzes gekümmert. Wichtig ist hierbei, dass man immer diagonal arbeitet. Geht der linke Fuß nach vorne, muss entsprechend der rechte Stock mit. Setze den Stock nun knapp hinter deinem vorderen Fuß ab. Achte dabei darauf, dass der Arm annähernd, aber nicht komplett durchgestreckt ist. 
  3. Nun beginnt die eigentliche Stockarbeit in Verbindung mit dem verlängerten und schnelleren Schritt. Während der hintere Fuß nach vorne wandert, wird mit dem im Boden verankerten Stock versucht, die gleichseitige Körperhälfte nach vorne zu schieben. Dabei ist eine leicht angespannte Arm- und Schultermuskulatur sehr wichtig, die Hände sind um die Stockgriffe geschlossen. Der Schub nach vorne erfolgt so lange, bis der Arm vollständig gestreckt ist. In der Regel ist es dafür notwendig, den Stock bei Schubende am Griff selbst loszulassen. Dies ist jedoch kein Problem, da sich die Hand in einer Schlaufe befindet und somit nie Gefahr besteht, den Stock vollkommen zu verlieren.
  4. Ist die vollständige Streckung erreicht, kann der Bodenkontakt abgebrochen und der Stock wieder nach vorne geholt werden. Zeitgleich erfolgt der gegenseitliche Schritt nach vorne. Er wird dabei durch den Stockschub des anderen Armes in derselben Art und Weise unterstützt. Es handelt sich also um ein Bewegungsmuster, das von beiden Seiten identisch, aber zeitversetzt realisiert wird. 

Es ist schwierig, die richtige Technik auf Anhieb korrekt umzusetzen. Schauen Sie sich am besten die Erklärung mehrmals an, versuchen Sie sie im Anschluss selbstständig umzusetzen und lassen Sie sich dabei immer wieder von anderen Personen korrigieren. Im Idealfall geschieht das von Ihrem Walking-Partner. Auch während dem Walken selbst sollten Sie Ihre eigene Technik immer überprüfen, denn bei steigender Ermüdung können sich schnell Technikfehler einschleichen.

Wer Probleme damit hat, sich auf diese Art und Weise eine korrekte Ausführung anzueignen, der sollte einen Kurs bei einem Sportverein oder der Krankenkasse absolvieren. Bedenken Sie bitte immer: Nur eine korrekte Technik macht Nordic Walking zu Ihrem perfekten Fitmacher!

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